Nur Menschlichkeit und Mitgefühl können die Welt wirklich menschlicher machen. Im gesellschaftlichen Kontext ist Edelmut – oder das, was wir am häufigsten als “menschliche Güte“ bezeichnen – nicht ausreichend an sich. Um im 21. Jahrhundert bestehen zu können, muss sie sichtbar, offen und engagiert sein. Öffentlich und nützlich. Doch vor allem darf Edelmut nicht als abstrakte Kategorie verstanden werden. Und sie ist nicht kollektiv. Güte ist ein individueller Akt – ein Mensch hilft einem anderen in Not, und dieser wiederum reicht jemand anderem die Hand. So erweitern sich allmählich die Kreise des Edelmut. Nur diese Art von Menschlichkeit kann den Verfall der modernen Zivilisation aufhalten.
Deshalb sprechen wir von guten Taten, edlen Menschen, kleinen und grossen Gesten, gemeinnützigen Projekten, schöpferischer Fähigkeit und dem festen Glauben des Einzelnen an seine authentische Absicht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Jeder von uns trägt Verantwortung für das Umfeld, in dem wir heranwachsen und reifen, denn solches Engagement ist der einzig wahre Beitrag zum gesellschaftlichen Wohl. Wir sprechen über und arbeiten an der Verbreitung von Güte – bis sie so allgegenwärtig wird, dass wir sie nicht mehr als gesellschaftliche Seltenheit wahrnehmen, sondern als selbstverständliche Realität. Erst dann können wir sagen, dass wir in einer zivilisierten Gesellscaft leben – und nicht nur in einer technologisch fortgeschritten Umgebung. Es genügt, Mensch zu sein.